Heute hat mir Facebook ziemlich eindrucksvoll gezeigt, wie schnell eine digitale Strategie wertlos werden kann, wenn sie auf fremdem Grund gebaut ist.Ich wollte auf meiner Facebook-Seite Weinbergwandern eine neue Wanderung veröffentlichen – so wie ich das seit Jahren mache. Beitrag schreiben, Link zur neuen Tour hinzufügen, veröffentlichen.
Doch diesmal kam eine Meldung, mit der ich nicht gerechnet hatte: Nur noch zwei Beiträge mit Links pro Monat. Zwei!!! Bislang habe ich ungefähr drei Links pro Woche veröffentlicht. Jetzt soll ich mit zwei Links pro Monat auskommen.
Facebook hat bei bestimmten Seiten und professionellen Accounts begonnen, die Zahl organischer Beiträge mit externen Links zu begrenzen. Die Beschränkung wird derzeit nicht bei allen Seiten identisch angewendet, sie betrifft aber inzwischen deutlich mehr Accounts. Gleichzeitig hat Meta im September 2026 sein neues Abo-Angebot Meta One gestartet. Bereits der Advanced-Tarif beginnt bei 49,99 US-Dollar pro Monat; höhere Tarife kosten 149,99 beziehungsweise 499,99 US-Dollar monatlich. Welche Funktionen und Preise tatsächlich angeboten werden, kann laut Meta nach Region und Account variieren.
Auf meinem Account wurde mir für die von mir benötigten Möglichkeiten ein Preis von 149,99 US-Dollar pro Monat angezeigt. Für das, was ich jahrelang kostenlos gemacht habe.
149,99 Dollar für etwas, das immer weniger bringt?
Das Absurde daran: Es trifft mich heute weniger hart, als es mich noch vor einigen Jahren getroffen hätte.Denn ich beobachte bei Weinbergwandern seit 2020 einen Rückgang des organischen Facebook-Traffics von rund 80 Prozent – obwohl die Zahl meiner Follower nicht entsprechend eingebrochen ist.
Ich habe weiterhin Beiträge erstellt. Bilder aufbereitet. Texte geschrieben. Links veröffentlicht. Zeit investiert. Nur die Menschen kamen immer seltener auf meiner Website an. Das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis aus dieser Geschichte: Eine große Zahl an Followern bedeutet nicht, dass Ihnen diese Reichweite auch gehört.
Sie haben vielleicht jahrelang Zeit, Geld und Energie investiert, um 5.000, 20.000 oder 100.000 Menschen auf einer Plattform zu erreichen. Aber die Plattform entscheidet, ob diese Menschen Ihren Beitrag sehen.
- Die Plattform entscheidet, ob Links ausgespielt werden.
- Die Plattform entscheidet, welche Formate bevorzugt werden.
- Und die Plattform kann morgen entscheiden, dass eine Funktion, auf der ein Teil Ihrer Kommunikationsstrategie beruht, plötzlich Geld kostet.
- Ihre Follower sind auf Facebook. Nicht bei Ihnen.
Und das könnte erst der Anfang sein
Gleichzeitig verändern sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für soziale Netzwerke.
In Österreich befindet sich derzeit ein Gesetzesentwurf für ein Social-Media-Mindestalter von 14 Jahren in Begutachtung. Auf EU-Ebene wurde im September 2026 außerdem der KIDS Act vorgeschlagen, der unter anderem Altersgrenzen und Verfahren zur Altersfeststellung vorsieht. Parallel entwickelt die EU technische Lösungen, mit denen Nutzer ihr Alter nachweisen können, ohne ihre vollständige Identität offenzulegen.
Wie diese Regeln am Ende konkret umgesetzt werden und welche Plattformen in welchem Umfang betroffen sein werden, ist teilweise noch offen. Aber eines ist absehbar: Social Media wird nicht einfacher.
Zusätzliche Altersprüfungen, Account-Regeln und regulatorische Vorgaben schaffen neue Hürden. Selbst wenn solche Systeme datenschutzfreundlich umgesetzt werden, kann jeder zusätzliche Schritt Menschen davon abhalten, einen Dienst überhaupt zu nutzen. Und gleichzeitig bleiben jene Probleme bestehen, die soziale Netzwerke seit Jahren beschäftigen: Fake-Accounts, Betrugsversuche, automatisierte Inhalte, Trolle und Bots.
Für Unternehmen bedeutet das eine unangenehme Kombination: Mehr Aufwand. Mehr Abhängigkeit. Weniger planbare Reichweite.
Sollten Unternehmen Facebook jetzt verlassen?
Nein. Ich werde auch weiterhin Facebook verwenden. Ich werde LinkedIn verwenden. Threads. Bluesky. Instagram. Und andere Plattformen, solange sie mir sinnvoll erscheinen.
Aber ich werde sie als das behandeln, was sie sind: Kanäle. Nicht das Fundament meiner digitalen Sichtbarkeit.
Genau dieser Unterschied wird in den nächsten Jahren entscheidend.Denn während wir noch darüber diskutieren, wie viel Reichweite Facebook uns morgen zugesteht, hat längst eine viel größere Veränderung begonnen.
Was kommt nach Facebook?
Menschen suchen anders. Sie googeln nicht mehr zwangsläufig fünf Websites, öffnen zehn Tabs und vergleichen anschließend selbst die Informationen. Sie fragen eine KI. Sie fragen:
- Welche Firma kann dieses Problem lösen?
- Wer bietet diese Dienstleistung in meiner Region an?
- Welches Produkt eignet sich für meinen Anwendungsfall?
- Welche Unternehmen sind auf dieses Thema spezialisiert?
- Was kostet das ungefähr?
- Welche Vor- und Nachteile haben die verschiedenen Anbieter?
- Wem kann ich vertrauen?
Und die KI antwortet. Genau hier beginnt GEO – Generative Engine Optimization.
Die wichtigste Frage lautet bald nicht mehr: „Auf welchem Platz bin ich bei Google?“ oder
„Wie viele Follower habe ich?“
Die wichtigere Frage lautet: Kommt Ihr Unternehmen in der Antwort überhaupt vor?
Und wenn ja: Was sagt die KI über Sie?
- Kennt ChatGPT Ihr Unternehmen?
- Kennt Google Ihre Leistungen?
- Versteht eine KI, welche Produkte Sie anbieten, in welchen Regionen Sie tätig sind und für welche Probleme Sie die richtige Anlaufstelle sind?
- Kann sie Ihre Produkte voneinander unterscheiden?
- Kann sie erkennen, wer hinter Ihrem Unternehmen steht?
- Findet sie aktuelle und verlässliche Informationen?
- Oder findet sie widersprüchliche Daten, veraltete PDFs, alte Branchenbucheinträge, schlecht strukturierte Websites und Social-Media-Profile?
- Und was passiert, wenn Ihre Mitbewerber für KI-Systeme viel leichter verständlich sind als Sie?
Dann kann etwas passieren, das gefährlicher ist als Platz 8 statt Platz 3 bei Google: Sie kommen in der Antwort gar nicht mehr vor.
Sichtbarkeit bedeutet im KI-Zeitalter etwas anderes
Bei klassischer Suchmaschinenoptimierung ging es lange darum, möglichst weit oben in einer Liste von Suchergebnissen zu erscheinen. Bei generativer Suche gibt es diese Liste teilweise gar nicht mehr.
- Die KI fasst zusammen.
- Sie vergleicht.
- Sie empfiehlt Möglichkeiten.
- Sie nennt Unternehmen, Produkte, Personen und Marken.
Aus zehn oder hundert möglichen Quellen entsteht eine Antwort. Damit verändert sich die Aufgabe grundlegend. Ihre Website muss nicht nur für Menschen gut aussehen. Ihre Inhalte müssen auch für Maschinen verständlich, eindeutig, zugänglich und einordenbar sein.
Eine KI sollte erkennen können:
- Wer sind Sie?
- Was bieten Sie an?
- Für wen bieten Sie es an?
- Wo bieten Sie es an?
- Warum sind Sie auf diesem Gebiet relevant?
- Welche Aussagen über Ihr Unternehmen sind aktuell und vertrauenswürdig?
Dazu gehören technische Faktoren genauso wie Inhalte: eine klare Informationsarchitektur, verständliche Leistungsseiten, strukturierte Daten, eindeutige Unternehmens- und Personeninformationen, nachvollziehbare Expertise, aktuelle Inhalte, externe Erwähnungen und eine Website, deren wesentliche Informationen für Suchmaschinen und KI-Systeme tatsächlich erreichbar sind.
Das entsteht nicht dadurch, dass man irgendwo eine Datei namens llms.txt hochlädt – und es entsteht schon gar nicht über Nacht.
Genau deshalb sollten müssen Sie jetzt handeln
Der schlechteste Zeitpunkt, sich mit Ihrer Sichtbarkeit in KI-Systemen zu beschäftigen, ist der Moment, in dem Sie feststellen, dass Ihre Mitbewerber dort längst vorkommen – und Sie nicht. GEO ist keine Reparaturmaßnahme, die man am Freitag bestellt und am Montag abgeschlossen hat.
Sichtbarkeit entsteht aus vielen Signalen:
- Aus Ihrer Website.
- Aus Ihren Inhalten.
- Aus Ihrer technischen Struktur.
- Aus der Art, wie Ihr Unternehmen im Web beschrieben wird.
- Aus Personen, Marken, Produkten, Referenzen und externen Quellen.
- Und aus der Konsistenz all dieser Informationen.
Deshalb meine ich mit „jetzt“ auch tatsächlich jetzt. Nicht irgendwann 2028. Nicht wenn der Facebook-Traffic endgültig verschwunden ist. Nicht wenn Ihre Geschäftsführung zum ersten Mal fragt, warum ChatGPT bei einer Frage nach Anbietern in Ihrer Branche drei Mitbewerber nennt – aber Ihr Unternehmen nicht.
Die nächsten Tage, Wochen und Monate sind der richtige Zeitpunkt, um die Grundlagen zu schaffen.
Wissen Sie eigentlich, was die KI über Ihr Unternehmen weiß?
Genau dabei helfe ich Ihnen dabei!
- Ich analysiere, wie Ihr Unternehmen derzeit für Suchmaschinen und generative KI-Systeme sichtbar ist.
- Ich untersuche, ob Ihre Website für KI-Systeme verständlich aufgebaut ist.
- Ich suche nach fehlenden, widersprüchlichen oder veralteten Informationen.
- Ich analysiere Ihre Inhalte, Ihre technische Struktur, Ihre Entitäten und Ihre digitale Autorität.
- Und vor allem entwickle ich daraus konkrete Maßnahmen, damit Ihr Unternehmen auch dann noch gefunden wird, wenn der Weg zum Kunden nicht mehr über den Facebook-Feed und vielleicht irgendwann nicht einmal mehr über die klassische Google-Ergebnisliste führt.
Denn Sie können nicht bestimmen, welche Regeln Facebook morgen aufstellt. Sie können nicht bestimmen, wie Instagram seinen Algorithmus verändert. Und Sie können auch nicht verhindern, dass sich die Art, wie Menschen Informationen suchen, grundlegend verändert.
Aber Sie können heute dafür sorgen, dass Ihr Unternehmen für die nächste Generation der Suche bereit ist.
Wenn Sie nicht wissen, wie sichtbar Ihr Unternehmen derzeit in ChatGPT, Google und anderen KI-Systemen ist, sollten Sie es herausfinden.
Kontaktieren Sie mich!
Nicht erst, wenn Ihre Reichweite verschwunden ist.
Sondern solange Sie noch Zeit haben, neue Sichtbarkeit aufzubauen.
Stephan Schmatz
Der Niederösterreicher ist spezialisiert auf GEO und GEO-orientierten Content – mit fast 30 Jahren Erfahrung in digitaler Sichtbarkeit. Seine Weiterbildungen bei globalen Konzernen und internationalen Universitäten sichern fundiertes Know-how für nachhaltige KI-Sichtbarkeit. Mit visibilitas.at unterstützt er KMU, EPU und Freiberufler:innen dabei, in KI-gestützten Suchen sichtbar zu werden.
